News - 9/9 - DatenschutzProfi24.de

Verbraucherzentrale NRW verklagt Microsoft

Die Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen hat Microsoft verklagt, weil der US-Konzern eine Abmahnung bzgl. angeblicher unzureichender Datenschutzbestimmungen im aktuellen Betriebsystem Windows 10 ignorierte. Die Klage wurde vor dem Landgericht München I (Az.: 12 O 909/16) eingereicht.

Wer von den Vorgängerversionen umsteigt, sieht sich auch aufgrund des “Cloud”-Ansatzes von Windows 10 mit einer deutlich stärkeren Online-Anbindung konfrontiert als noch zu Zeiten von Windows 7. In der Folge können bei der Benutzung von Windows 10 und seiner Dienste wie der Sprachassistentin “Cortana” oder dem Edge-Browser insbesondere in den Standardeinstellungen und bei der Anmeldung mit einem Microsoft-Benutzerkonto eine Vielzahl unterschiedlicher Nutzerdaten an die Microsoft-Server übertragen werden: etwa Spracheingaben, Kalendereinträge, Kontakte, Standort oder auch der Browserverlauf wie die Verbraucherzentrale auf Ihrer Webseite schreibt.

Link zum Bericht der Verbraucherzentrale NRW

Keine Zustimmung – kein Upgrade auf Windows 10

Will ein Benutzer einer Vorversion auf das neueste Microsoft-Betriebsystem upgraden, müssen von diesem die Lizenzbestimmungen akzeptiert werden. Microsoft verlangt entsprechend die Einwilligung in die Datenerhebung- und -nutzung für alle Funktionen und Dienste und zwar pauschal entsprechend der eigenen Datenschutzerklärung.

Laut der Verbraucherzentrale NRW benötigen solche Klauseln eine optische Hervorhebung, so dass jeder erkennen kann, welchen Bedingungen man zustimmt. Desweiteren wird die Datenschutzerklärung kritisiert, da diese nicht ausreichend den Nutzer informiert in welche Datenerhebung und -nutzung konkret eingewilligt wird, da die Datenschutzerklärung zu lang, unübersichtlich und unbestimmt sei.

 

BayLDA prüft auch dieses Jahr wieder Unternehmen

Auch in diesem Jahr ist der Landesdatenschutzbeauftragte wieder sehr aktiv und prüft wieder Unternehmen hinsichtzlich des Datenschutzes. Im ersten Halbjahr wurden wieder 50 Unternehmen nach dem Zufallsprinzip angeschrieben mit der Aufforderung den mitgeschickten Fragebogen auszufüllen.

Im letzten Jahr wurden dementsprechend verschiedene Immobilienmakler in Oberbayern auf diese Art geprüft.

Link zum BayLDA und der Prüfung

1. Webinar erfolgreich durchgeführt

Wir haben heute unser erstes Webinar zum Thema “Datenschutz bei KMUs” erfolgreich durchgeführt. Das ca. 1-stündige kostenlose Webinar wurde gut besucht und es ergaben sich interessante Fragestellungen aus dem Kreis der Webinar-Teilnehmer. DatenschutzProfi24/ituso GmbH wird weitere Webinare in diesem Bereich in Zukunft anbieten.

Zulässigkeit einer Videoüberwachung in einer Apotheke

Eine Videoüberwachung in Apotheken kann begrenzt zulässig sein. Allerdings sind strenge Anforderungen zu beachten. Eine Beobachtung im öffentlichen Verkaufsraum ist ohne Vorliegen einer besonderen Gefährdungslage nicht zulässig. Eine Überwachung des Betäubungsmittelschranks wurde vom Gericht als zulässig beurteilt, weil nur die Mitarbeiter betroffen seien und diese in eine Überwachung eingewilligt haben.

Verwaltungsgericht Saarlouis, Urteil vom 29.01.2016, Az.: 1 K 1122/14