Marketing - DatenschutzProfi24.de

Von außen betrachtet sind die Marketingabteilung und der Datenschutzbeauftragte eines Unternehmens nicht immer als „enge Freunde“ zu betrachten. Meist wird die Tätigkeit des jeweils anderen Bereiches als Belastung für das eigene Tun empfunden, und nicht selten führen bestimmte Marketingaktionen tatsächlich zu rechtlichen Problemen, weil es keine frühzeitige Abstimmung zwischen den beiden Bereichen gegeben hat. Die möglichen Gefahrenpunkte sind vielfältig.

Das beginnt bereits bei der Konzeption und Rohdatenbeschaffung: Vielfach werden Kampagnenziele definiert, die datenschutzrechtlich problematische Folgen haben, wie etwa welche Zielgruppe man ansprechen möchte, und mit welchen Maßnahmen man eine Verkaufsaktion werblich verknüpfen möchte um möglichst große Anreize zu schaffen. Bei näherer Analyse erweist sich beispielsweise, dass das Unternehmen gar nicht über einen ausreichenden Datenbestand in der attraktiven Zielgruppe verfügt um eine sinnvolle Kampagnengröße zu erreichen, und man wendet sich an Adressagenturen, um den Bestand aufzufüllen. Über die Qualität der darin enthaltenen Werbefreigaben besteht selten eine saubere Dokumentation, zur Absicherung der Nutzung solcher Adressbestände ist dann einiges an vertraglicher Regelung zu unternehmen.

Darüber hinaus werden gerade bei größeren Marketing-Maßnahmen immer umfangreichere Arbeitsanteile in der Abwicklung nach außen vergeben. Sobald aber ein externer Dienstleister Zugriff auf personenbezogene Daten bspw. Ihrer Kunden oder Interessenten erlangt, muss eine rechtlich einwandfreie Gestaltung eines Vertrags zur Auftragsdatenverarbeitung erfolgen, sonst kann bei datenschutzrechtlichen Problemen stets ein Durchgriff auf das Unternehmen erfolgen, auch wenn es eigentlich im Verantwortungsbereich des Dienstleisters entstanden ist.

Auch der gewählte Kanal einer Marketing-Kampagne wirkt sich datenschutzrechtlich aus: Während beispielsweise für den klassischen Postweg bestimmte Vereinfachungen und Erleichterungen gelten, sind die Vorschriften für Online- und Telefon-Maßnahmen ungleich strenger. Ebenso muss unterschieden werden, ob man sich im Endkunden- oder Gewerbekunden-Bereich bewegt. Die Konzeption und Behandlung von Kunden-Rückmeldungen im Rahmen der Aktionen birgt ebenfalls Risiken.

Dieses kurze Schlaglicht zeigt: Eine detaillierte und vor allem frühzeitige Prüfung beabsichtigter Marketing-Maßnahmen durch einen versierten Datenschutzbeauftragten ist also unerlässlich.

Es ist allerdings auch eine andere Perspektive zu beachten: Unternehmen, die im aktuellen Medienzeitalter mit seinen immer weiter zunehmenden Kommunikationswegen, der wachsenden Kommerzialisierung aller Lebensbereiche und teilweise immer aggressiver werdendem Werbedruck einen Fokus auf transparente und proaktive Datenschutz-Maßnahmen im Sinne des Kunden legen, können mit diesem Asset künftig aktiv in die Kommunikation gehen. Ernst gemeinter Datenschutz wird als Verkaufsargument immer wichtiger werden, getreu dem Motto: „Tue Gutes und rede darüber!“

Florian Padberg, ext. Datenschutzbeauftragter

Florian Padberg, ext. Datenschutzbeauftragter

Datenschutzprofi24.de unterstützt Sie dabei, Ihren Datenschutz auf Vordermann zu bekommen, so dass Sie nicht nur die o.g. Marketing-Fallen vermeiden, sondern auch ein gutes Argument für Ihr eigenes Vertriebsbusiness an die Hand bekommen. Unsere Experte im Datenschutz und Marketing, Herr Florian Padberg, steht Ihnen bei einer entsprechenden Konzeption bzw. bei entsprechenden Fragestellungen zur Seite.

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