Soziale Medien datenschutzkonform einsetzen

Soziale Medien und soziale Netzwerke gehören heutzutage zum Leben von fast jedem der das Internet benutzt. Aus diesem Grund muss man hier den Datenschutz genauer betrachten und als Unternehmen aufpassen, wie man in diesen Medien mit personenbezogenen Daten umgeht.

Auch wenn neue Anbieter im Socialmedia-Umfeld starke Wachstumsraten aufzeigen und die Etablierten attackieren – Facebook ist weiterhin die relevanteste Plattform, auf jeden Fall in der wirtschaftlich interessanten Gruppe der 19-49-jährigen. Genaue Zahlen sind nicht verfügbar, jedoch kann man für Deutschland von ca. 24 Mio. aktiven Nutzern monatlich ausgehen (Quelle: ARD/ZDF Online-Studie).

Für Unternehmen bedeutet dies, dass man weiterhin gut beraten ist, diese Zielgruppe tunlichst in seine Online-Kommunikation zu integrieren. Die Herausforderung besteht nun darin, dass sich dynamisch verändernde Datenschutz-Umfeld zu beachten um die positiven Effekte der Integration auch voll ausnutzen zu können. Ein kurzer Blick in die aktuelle Berichterstattung belegt das unsichere Umfeld:

  • In einer Studie der Stiftung Warentest zu Datenschutzerklärungen aus dem Februar 2016 wird auch Facebook – neben den meisten der anderen 15 getesteten Online-Portale – eine eher durchschnittliche Datenschutz-Note ausgestellt (Kernprobleme vor allem bzgl. fehlender Präzision und Hinweise auf Widerspruchsrechte, Datenweitergabe und lange Löschfristen)
  • Anfang März 2016 bestätigt das Bundeskartellamt, dass es ein Verfahren gegen Facebook eröffnen wird wegen anscheinenden Mißbrauchs seiner Marktmacht um Datenschutz-Themen abzuwehren (Stichwort: spezielle Vertragsgestaltung zur Verwendung von Nutzerdaten)
  • Ebenfalls Anfang März untersagt das Landgericht Düsseldorf in einem Grundsatz-Urteil einem Unternehmen, den Facebook-„Like“-Button in der aktuellen Form auf seiner Website einzusetzen, da der Nutzer von der Verwertung seiner Daten für Werbezwecke nichts erfahre und dafür nicht einmal bei Facebook registriert sein müsse

Worauf müssen Unternehmen also aus Datenschutz-Sicht mindestens achten, wenn sie eine Integration dennoch umsetzen wollen?

  • Die Datenschutzerklärung muss explizite Aussagen zu Erhebung, Verarbeitung und Weitergabe personenbezogener Daten des Nutzers bzgl. Facebook enthalten. Hier sollte unbedingt auch auf die Art der Einbindung (Like-Button, Share-Button etc.) Bezug genommen werden
  • Wer einen höchstmöglichen Grad an technischer Datenschutzkonformität eines Facebook-Plugins sicherstellen möchte, der sollte die Integration immer mittels des sogenannten „Zwei-Schritt-Verfahrens“ vornehmen, in dem ein Nutzer vor Betätigen des Buttons zunächst aktiv sein Einverständnis erklären muss, diesen Button überhaupt nutzen zu können
  • Wenn eine sogenannte „Fan-Page“ auf Facebook selbst betrieben wird, ist insbesondere die auch dort bestehende Impressumspflicht zu beachten

Facebook – und andere Socialmedia-Plattformen ebenso – bieten einen effizienten Zugang zu einer attraktiven, online-affinen Zielgruppe und spielen daher in der werblichen Kommunikation eines Unternehmens eine wichtige Rolle. Datenschutzrechtliche Aspekte bergen dabei ein gewisses Gefahrenpotenzial, das aber beherrschbar ist. Datenschutzprofi24.de unterstützt Sie gerne bei der regelkonformen Einbindung von Socialmedia-Elementen in Ihre Website.

Florian Padberg, ext. Datenschutzbeauftragter

Florian Padberg, ext. Datenschutzbeauftragter

Unser Experte zum Thema Soziale Medien, Herr Florian Padberg, unterstützt Sie gerne bei einer datenschutzkonformen Umsetzung Ihrer Strategie in den sozialen Netzwerken und führt auf Wunsch eine entsprechende Analyse durch. Wir würden uns über eine Kontaktaufnahme Ihrerseits freuen.

Zum Kontaktformular
0

Your Cart